Medienarchäologie

Die (Wieder-)Instandsetzung und Rekonstruktion technischer Sammlungsobjekte erweist sich im Kontext medienarchäologischer Forschung als komplexe epistemische und operative Praxis. Sie umfasst substanzerhaltende Eingriffe, funktionale (Re-) Konstruktionen, datenbasierte Beschreibungen sowie die kontinuierliche Dokumentation aller Entscheidungen und Prozesse.

(Wieder)Instandsetzung wird als Prozess verstanden, der Objekte nicht nur im Hinblick Substanz, Funktion und wissenschaftliche Kontextualisierung verändert, sondern zugleich heterogene, häufig unstrukturierte Forschungsdaten erzeugt, darunter Werkstattdokumentationen, Messdaten, Hard- und Softwarestände, Reparaturschritte oder audiovisuelle Aufzeichnungen.